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Sparkassen drohen durch Basel-III-Regeln milliardenschwere Lasten

Kapitalunterlegung indirekter Beteiligungen könnte jedes dritte Institut in Schwierigkeiten bringen

Den deutschen Sparkassen drohen infolge der neuen Bankenregulierung "Basel III" milliardenschwere Belastungen. Nach den Vorstellungen der EU-Kommission und der deutschen Aufsichtsbehörden sollen die Sparkassen ihre indirekten Beteiligungen vom nächsten Jahr an mit Eigenkapital unterlegen. Jedes dritte öffentliche Geldinstitut könnte deshalb in Kapitalnot geraten. Das berichtet das aktuelle manager magazin (Erscheinungstermin: 23. März).

Bislang müssen die Sparkassen ihre Beteiligungen an Landesbanken, Versicherern oder Bausparkassen in der Regel nicht mit Kapital unterlegen, da die Anteile nicht direkt, sondern über die Sparkassenverbände gehalten werden. Nach Meinung der Aufsichtsbehörden stellt dies eine ungerechtfertigte Ausnahme dar; schließlich könnten auch Beteiligungen ein Risiko darstellen. Indem man die Sparkassen verpflichte, die Töchter mit Eigenmitteln zu unterfüttern, könne man verhindern, dass dieses Kapital anderweitig – und damit sozusagen doppelt – eingesetzt werde.

Die Sparkassen halten dagegen, durch die neuen Regeln könnten bis zu 10 Milliarden Euro Eigenkapital gebunden werden. Jedes dritte öffentliche Institut drohe sogar in Kapitalnot zu geraten.

Autor: Ulric Papendick
Telefon: 040 308005-79

Hamburg, 22. März 2012

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