manager magazin

McKinsey-Weltchef Ian Davis warnt vor überzogenen Managergehältern

Der Weltchef der führenden Unternehmensberatung McKinsey, Ian Davis, warnt vor
zu hohen Managergehältern. Unternehmen müssten sich bei der Entlohnung ihrer
Führungskräfte den Gerechtigkeitsvorstellungen der jeweiligen Gesellschaft
anpassen, sagte der Brite in einem Interview mit der Zeitschrift manager
magazin (Erscheinungstermin: 23. Juni 2006). „Wenn man Dinge tut, die die
Gesellschaft nicht akzeptiert, provoziert man Gegenreaktionen.“ Entsprechend
dürften Manager in Deutschland keine Gehälter kassieren, „die als überzogen
empfunden werden“.

Davis sieht die Unternehmen weltweit in der Defensive. Eine antikapitalistische
Stimmung habe sich gerade in Europa und in Lateinamerika ausgebreitet. „Die
Wirtschaft ist stark unter Druck geraten. Und sie ist dabei, die öffentliche
Debatte zu verlieren. Die Nichtregierungsorganisationen, die NGOs, und die
Medien sind vielerorts extrem wirtschaftskritisch.“ Die Unternehmen müssten
sich deshalb stärker auf ihre gesellschaftliche Verantwortung besinnen und sich
stärker in die politische Debatte einmischen.

Autor: Dr. Henrik Müller,
Telefon: 040/308005-38

manager magazin
Kommunikation
Eva Wienke

Telefon: 040/3007-2320
E-Mail: Eva_Wienke@manager-magazin.de

Weitere Pressemeldungen

Foto: Özlem Gezer, Felix Dachsel und Christoph Scheuermann
Özlem Gezer bleibt Ressort­leiterin, Christoph Scheuermann und Felix Dachsel werden zum 1. November neue Stellvertreter
Mehr lesen
Im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft der Männer in Katar nimmt der Podcast die wirtschaftlichen Verflechtungen im Fußball in den Blick.
Mehr lesen