Harvard Business Manager

Harvard Businessmanager: Junge Führungskräfte sind oft mit ihrer Aufgabe überfordert

Aktuelle Studie enthüllt Defizite bei Managementeinsteigern

Mitarbeiter zu motivieren fällt deutschen Nachwuchsführungskräften am schwersten, erläutert Michèle Neuland, Unternehmensberaterin und Dozentin an der Universität München, in der aktuellen Ausgabe des Harvard Businessmanagers (Erscheinungstermin: 25. Mai 2004). Befragt hat sie 400 Manager zwischen 25 und 41 Jahren, die seit maximal drei Jahren Führungsverantwortung in der Industrie, der Dienstleistungsbranche oder im Handel tragen. Weitere deutliche Defizite entdeckte Neuland bei der Aufgabe, den eigenen Führungsstil zu finden und das Fehlverhalten von Mitarbeitern anzusprechen.

Aufschlussreich sei auch, was die Befragten nicht als Problem erachtet hätten: Bei ihrer eigenen Persönlichkeitsentwicklung zum Beispiel sahen die meisten keinen Nachholbedarf.

„Vermutlich fehlt eine konsequente Betreuung ‚on the job‘“, analysiert die Unternehmensberaterin die Ergebnisse. Bei der Schulung ihrer potenziellen Spitzenkräfte konzentrierten Firmen sich zu sehr auf das Vermitteln von Führungsinstrumenten. Für ebenso wichtig hält Neuland es aber „an der Persönlichkeit der Nachwuchskräfte zu arbeiten“. Ihre Empfehlung: „Wer sich kein teures Einzelcoaching leisten kann, sollte zumindest mit einem System firmeninterner Mentoren arbeiten.“

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