Harvard Business Manager

Harvard Businessmanager: Aktuelle Studie: Gründer müssen Unternehmensmarke zügig entwickeln

Nach zwei Jahren reduziert sich die Wahrscheinlichkeit zu überleben um 50 Prozent
Gründer brauchen ein praxistaugliches Konzept, damit sie ihre Unternehmensmarke zügig entwickeln können. So lautet das Ergebnis der Forschungsarbeit der Wissenschaftlerinnen Verena Rode und Christine Vallaster, das sie in der aktuellen Ausgabe des Harvard Businessmanager (Erscheinungstermin: 27. April 2004) vorstellen.

„Zum Experimentieren bleibt nicht viel Zeit“, mahnen Rode/Vallaster. „Gelingt es nicht, das Unternehmen innerhalb von ein bis zwei Jahren erfolgreich im Markt zu etablieren, reduziert sich die Wahrscheinlichkeit zu überleben um 50 Prozent.“

Die existierenden Modelle zum Corporate Branding liefern aus Sicht der Autorinnen keine brauchbaren Anhaltspunkte für diese ganz spezielle Anwendergruppe. Zum einen müsse eine praxistaugliche Methode bei der Person des Gründers ansetzen und die Lösung aus seiner Perspektive schildern, so Rode und Vallaster. Zum anderen agierten Gründer häufig ohne ihre Maßnahmen überprüfen zu können. Bei einem Unternehmen, das noch nicht am Markt ist, könne man schließlich keine Daten zur Wahrnehmung einer Corporate Brand messen.

Anhand einer empirischen Arbeit, die sie durch Tiefeninterviews mit Gründern ergänzt haben, deren Firma noch nicht länger als zwei Jahre existiert, beschreiben die Wissenschaftlerinnen, worauf es ankommt: Jungunternehmer sollten Unstimmigkeiten im Führungsteam vermeiden, ein dauerhaftes Leitbild entwickeln, ihrer Marke eine passende Anmutung verleihen, die richtige Mannschaft zusammenstellen und ihre Pläne konsistent nach innen und außen kommunizieren.

Für redaktionelle Rückfragen:
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