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Der Rektor der ETH Zürich wünscht seinen deutschen Kollegen mehr Geld

Die Bundesregierung gebe zu wenig Geld für die Hochschulen aus, kritisiert
Konrad Osterwalder, Rektor der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH)
Zürich. Zwar seien die Exzellenzinitiative und die Schaffung von
Elitehochschulen in Deutschland eine gute Sache, doch reichten die
bereitgestellten Mittel bei Weitem nicht: „Die 20 Millionen Euro, die jede der
acht bis zehn künftigen deutschen Elite-Unis von der Exzellenzinitiative
jährlich bekommen wird, sind kaum mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein“,
sagte Osterwalder in einem Gespräch mit manager magazin (Erscheinungstermin:
24. August 2007).

Selbst wenn das gesamte Jahresbudget der Exzellenzinitiative von 380 Millionen
Euro auf eine einzige Uni konzentriert würde – „es wäre immer noch zu wenig, um
den Anschluss an den Finanzrahmen der Weltelite zu bekommen“, meint
Osterwalder. So sei die hervorragende Stellung der ETH in der internationalen
Hochschullandschaft auch auf ihren Jahresetat von umgerechnet 810 Millionen
Euro zurückzuführen. Eine typische deutsche TU hätte hingegen nur rund 350
Millionen Euro zur Verfügung – und müsse „dabei anderthalb mal so viele
Studenten ausbilden wie wir“.

Autor: Dr. Henrik Müller
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