Die SPIEGEL-Standards

Grundregeln des Journalismus

Im Jahr 1949 haben sich die Mitarbeiter des SPIEGEL auf Grund­regeln des Journalismus verpflichtet: das SPIEGEL-Statut. Es hat sich als stabiles Fundament bewährt, auf dem das Nachrichten-Magazin seinen Ruf als Qualitäts­medium gründen konnte. Feste Regel­werke beinhalten aller­dings das Risiko, dass sie im Laufe der Zeit zu Wort­hülsen verkümmern, wenn ihr Geist nicht täglich gelebt wird. Der Fall Relotius hat gezeigt, dass die SPIEGEL-Redaktion dem, was das SPIEGEL-Statut postuliert, nicht gerecht geworden ist.

SPIEGEL-Statut
Das SPIEGEL-Statut
Zwei Jahre nach der Gründung des SPIEGEL veröffentlicht. Ein stabiles Fundament, auf dem das Nachrichten-Magazin seinen Ruf als Qualitäts­medium gründen konnte.

Die Erarbeitung der SPIEGEL-Standards ist deshalb zum einen eine Reaktion auf den Fall Relotius, zum anderen eine zeit­gemäße Rück­besinnung auf die Grund­sätze, nach denen die SPIEGEL-Redaktion arbeitet. In einer Zeit, in der die Wahr­haftig­keit der Medien in Zweifel gezogen wird, ist das wichtig, um den Qualitäts­journalismus zu verteidigen.

Neben diesem verbindlichen Leit­faden ist außer­dem eine Ombuds­stelle einge­richtet worden, die unter ombudsstelle@spiegel.de Hinweise auf Unregel­mäßig­keiten in der Bericht­erstattung entgegen­nimmt und diesen nachgeht. Für Hinweis­geber, die dem SPIEGEL gegenüber ungenannt bleiben wollen, wurde unter Hinweisgeber-SPIEGEL@bmz-recht.de ein anonymer Meldeweg eingerichtet.

Der SPIEGEL-Verlag hat darüber hinaus Standards für die Zusammen­arbeit mit Stiftungen sowie Werbe­kunden, Kooperations­partnern oder Geld­gebern definiert.

Mit den „Standards für stiftungs­finanzierte redaktionelle Projekte“ wird durch ein klares Set an Regeln und Kriterien eine Zusammen­arbeit mit Stiftungen ermög­licht, ein hohes Maß an Transparenz über diese Projekte nach innen wie außen her­ge­stellt, und geklärt, unter welchen Bedingungen Projekte mit Stiftungen in Frage kommen oder aus­ge­schlossen sind.

Um jederzeit die journalistische Unab­hängig­keit unserer Titel zu garantieren und keinen Ein­fluss auf unsere Bericht­erstattung zu­zulassen, ist ein transparenter Umgang mit unseren Geschäfts­modellen essentiell. In den „Standards für Anzeigen, kommerzielle Partner­schaften und Dritt­mittel-Förderungen“ wurden wesent­liche Rahmen­bedingungen dafür fest­ge­schrieben. Wichtigste Prämisse für bereits praktizierte und künftigen Werbe- und Partner­modelle: Es darf grund­sätzlich keinen Einfluss von Unter­nehmen, Partnern und Stiftungen auf Inhalte unserer Bericht­erstattung geben. Für Werbe­kunden, Kooperations­partner oder Geld­geber gibt es keinen Anspruch auf redaktionelle Erwähnung.

Wofür steht der SPIEGEL? Was bieten wir? Was macht uns besonders? Und wie wollen wir die Marke weiterentwickeln? Antworten auf diese Fragen gibt das neue Markenleitbild für den SPIEGEL.

Das Markenleitbild

Wie sieht die Recherche für eine SPIEGEL-Meldung aus? Mit welchem Aufwand werden Podcasts produziert? Redakteurinnen und Redakteure erzählen, wie Journalismus in der SPIEGEL-Gruppe entsteht.

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